
Gesteinsarten erklärt
Naturstein ist nicht gleich Naturstein. Je nach Entstehung unterscheiden sich Struktur, Farbe, Oberfläche und typische Eigenschaften deutlich. Damit Sie Materialien besser einordnen können, erklären wir die wichtigsten Gesteinsarten verständlich und praxisnah.
Geologisch lassen sich Natursteine grob in drei Hauptgruppen einteilen: magmatische Gesteine, Sedimentgesteine und metamorphe Gesteine. Diese Einteilung hilft bei der Orientierung – für die Auswahl im Garten, auf der Terrasse oder am Haus zählen zusätzlich Oberfläche, Format, Bearbeitung und der konkrete Einsatzbereich.

Magmatische Gesteine
Magmatische Gesteine entstehen durch die Abkühlung von Magma. Viele dieser Natursteine sind besonders dicht, robust und widerstandsfähig. Deshalb werden sie häufig für stark beanspruchte Außenflächen, Wege, Terrassen oder Einfahrten eingesetzt.
Typisch ist eine klare, langlebige Materialwirkung. Je nach Steinsorte und Oberfläche können magmatische Gesteine ruhig, modern, markant oder lebendig wirken.
- Granit: robust, vielseitig und zeitlos.
- Basalt: dunkel, modern und klar in der Wirkung.
- Porphyr: lebendig, natürlich und charakterstark.

Sedimentgesteine
Sedimentgesteine entstehen durch Ablagerungen von Sand, Kalk oder organischem Material. Sie wirken häufig natürlicher, wärmer und lebendiger als sehr dichte Gesteine. Sichtbare Schichtungen, Poren, Fossilien oder Farbnuancen gehören oft zum typischen Charakter.
Diese Gesteinsgruppe eignet sich besonders für Projekte mit natürlicher, mediterraner, klassischer oder warmer Ausstrahlung.
- Sandstein: warm, natürlich und lebendig.
- Kalkstein: ruhig, hell und elegant.
- Travertin: mediterran, porig und wohnlich.
- Muschelkalk: fossil geprägt, ruhig und hochwertig.
- Grauwacke: natürlich, robust und erdig in der Wirkung.

Metamorphe Gesteine
Metamorphe Gesteine entstehen, wenn bestehende Gesteine durch Druck und Temperatur umgewandelt werden. Dadurch können markante Strukturen, Schieferungen, kristalline Oberflächen oder besonders hochwertige Materialwirkungen entstehen.
Sie werden häufig gewählt, wenn eine ausdrucksstarke, moderne oder charaktervolle Gestaltung gewünscht ist.
- Quarzit: widerstandsfähig, lebendig und hochwertig.
- Schiefer: markant, dunkel und strukturiert.
- Gneis: gebändert, natürlich und charakterstark.
Welche Gesteinsart passt zu Ihrem Projekt?
Für Außenflächen zählen vor allem Oberfläche, Rutschhemmung, Frostbeständigkeit, Pflegeaufwand und die gewünschte optische Wirkung. Die geologische Gruppe ist ein guter Einstieg – die endgültige Auswahl sollte aber immer anhand der konkreten Steinsorte, Bearbeitung und Anwendung erfolgen.
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